Was ist die Aktivierende Pflege erklaerung

Was ist die Aktivierende Pflege?

Die sogenannte Aktivierende Pflege bekommt einen immer höheren Stellenwert bei der Verbesserung der aktuellen Pflegesituation in Deutschland. Aber was genau ist mit dieser alternativen Form der Pflege gemeint? Die Aktivierende Pflege steht im kompletten Gegensatz zur versorgenden Pflege und ist dafür vorgesehen, Hilfe zur Selbsthilfe für die Pflegebedürftigen zu schaffen. Bei dieser Form der Pflege geht es darum, die Patienten zu motivieren und zu eigenem Handeln aufzufordern. Sie sollen, so gut es geht, selbstständig weiterleben und dass auch aktiv wollen. Alltägliche Bewegungsabläufe sollen wiedererlangt werden und die Patienten müssen dazu aufgefordert werden, sich und ihr Handeln wieder mehr in den Fokus zu rücken.

Die Bedeutung der Aktivierenden Pflege für Pflegebedürftige und deren Angehörige

Ältere Menschen neigen oft dazu, sich ihrem Schicksal zu ergeben und den Sinn ihres Daseins in Frage zu stellen. Aufgrund dessen lassen sich Senioren hängen und beginnen gewisse alltägliche Bewegungsabläufe zu vergessen. Auch demenzkranke oder psychisch kranke Menschen haben gerade im Alter Schwierigkeiten, ihren Alltag zu bewältigen.

Hier greift die Aktivierende Pflege ermutigend und fördernd ein. Inhalt dieser Pflegeform sind therapeutische Maßnahmen, welche die Senioren aktivieren sollen. Diese Maßnahmen werden in der Regel individuell auf den Patienten zugeschnitten. Dabei werden bestimmte Fähigkeiten und Einschränkungen bedacht und dementsprechend ein Pflege-Konzept erstellt. Dank dieser Pflegeform können die älteren Menschen in feste Muster und Strukturen zurückkehren, die ihr Leben wieder selbstbestimmter und lebenswerter machen. Auch für die Angehörigen stellt die Aktivierende Pflege eine erhebliche Entlastung dar. Sie müssen sich weniger Sorgen um Ihre älteren Angehörigen machen und können die Fortschritte mitverfolgen. Für den Patienten fördert diese Pflegeform ein stärkeres Selbstbewusstsein, welches für die Gesundheit besonders wichtig ist.

Wie kann Aktivierende Pflege funktionieren?

Die Aktivierende Pflege beginnt bereits bei den einfachsten Alltagsbeschäftigungen. Generell gibt es verschiedenste Konzepte in der Aktivierenden Pflege.

Der Pfleger kann zum Beispiel bei der täglichen Hygiene des Körpers helfen und den Patienten dazu motivieren, sich möglichst selbstständig zu waschen und zu pflegen. Dabei kann helfend eingegriffen und die Benutzung gewisser Artikel erklärt werden. Auch die Motivation für bestimmte Beschäftigungen gehört zur Aktivierenden Pflege. Die Patienten werden dazu angeregt an Angeboten, wie Seniorengymnastik oder Ausflügen, teilzunehmen.

Fakt ist, dass die Aktivierende Pflege für sehr viel mehr Lebensqualität und -freude sorgt. Sie hilft den Patienten dabei, eine stabilere Gesundheit zu entwickeln und sich geistig zu beschäftigen. Die Aktivierende Pflege ist sehr zeitaufwendig, aber erfahrungsgemäß ist sie sinnvoll und lohnenswert. Bei einer erfolgreichen Aktivierenden Pflege kann sogar der Pflegeaufwand sinken, weil der Patient sich wieder besser selbst helfen kann. Besonders beliebt ist die Pflegeform in der häuslichen Altenpflege, da sie weniger zeiteingeschränkt ist als beispielsweise im Altenheim.

Die aktivierende Pflege gehört mittlerweile zu einer anerkannten Pflegeform in Deutschland, welche große Erfolge verspricht. Besonders für demenzkranke Patienten lohnt sich der Aufwand, da sie auf diese Art wieder selbstständiger Handeln und Denken können. Den speziell geschulten Pflegern wird dabei die Aufgabe zuteil, sich auf das Verhalten und das Leben des Patienten einzustimmen und darauf zu reagieren. Gewohnte, vielleicht fast vergessene Fähigkeiten und Hobbies können dank der Aktivierenden Pflege wieder reaktiviert werden.

Altersgerechtes Wohnen in Deutschland morehipthanhippie

Altersgerechtes Wohnen in Deutschland

Denkt man an altersgerechtes Wohnen, fällt einem unweigerlich zuerst das Altenheim ein und das macht nicht Allen Mut zum Älter werden. Aber es gibt mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten für altersgerechtes Wohnen in Deutschland. Die gängigsten Alternativen werden hier vorgestellt.

Altenheim oder Pflegeheim?

Alten- oder Pflegeheime müssen nicht schlecht sein. Es kommt immer darauf an, das Richtige zu finden. Eine solche Einrichtung hat einen großen Vorteil: Die älteren Menschen können ihren Lebensabend mit Gleichaltrigen gestalten und verbringen, sind sozusagen untereinander. In den meisten Heimen werden auch verschiedene Aktivitäten, Ausflüge und Veranstaltungen angeboten. Die Bewohner können sich daher zurückziehen oder unter Gleichgesinnten ihre Zeit verbringen. Beim Altenheim handelt es sich um eine stationäre Pflegeeinrichtung, in der die Bewohner leben und in der sie von geschultem Pflegepersonal unterstützt werden. In Altenheimen finden die Bewohner eine Rundum-Versorgung, durch welche sie eine regelmäßige Verköstigung erhalten und einen geregelten Alltag haben. Viele Heime versuchen so viel Normalität wie möglich einzubringen, sodass ein angenehmes Wohngefühl für die Bewohner entsteht. Altenheime sind vor allem für ältere Menschen geeignet, die eine Betreuung im Alltag benötigen und nicht mehr alleine leben können. Auch für einsame Senioren sind diese Heime eine gute Alternative.

Besonders sinnvoll sind die Altenheime für Demenzkranke, da sie dort die benötigte Pflege und Hilfe erhalten. Zudem besteht für die Bewohner die Sicherheit, dass 24 Stunden am Tag jemand da ist, der sich um Sie kümmert. Daneben ist die medizinische Versorgung und Hilfe im Notfall garantiert, wenn man ein Pflegeheim bewohnt. Ein eigener Haushalt muss nicht mehr geführt werden, sodass das Älterwerden im Heim auch einen Hauch Entspannung mit sich bringt. Es gibt aber auch Nachteile. Vielen älteren Menschen fällt ein Zusammenleben mit anderen Senioren schwer. Die eigenen vier Wände sowie ein selbstbestimmtes Leben müssen aufgegeben werden. In der Regel ist es so, dass es lange Wartelisten gibt. Hier kann Abhilfe geschafft werden, indem man sich rechtzeitig informiert und eine Vorauswahl trifft. Wichtig ist immer, die Pflegeheime zu vergleichen und diese gegebenenfalls zu besichtigen, um die Lage, die Ausstattung und das Wohnumfeld vor Ort kennenzulernen.

Gute Kombination aus eigener Privatsphäre und Pflege: Betreutes Wohnen

Für das Leben im Alter wird das betreute Wohnen immer beliebter. Dazu gehört ein altersgerechtes Wohnumfeld und eine eigene, barrierefreie Wohnung. Das Wohnen in einer solchen Einrichtung ist definiert durch Selbstbestimmtheit und das Leben in den eigenen vier Wänden. Zwar kann der Umzug nicht umgangen werden, dennoch können die eigenen Möbel nach Bedarf mitgenommen und das Wohnen entsprechend der eigenen Gemütlichkeit und Wohlfühlatmosphäre angepasst werden. Für Pflegebedürftige gibt es Unterstützung und Hilfe auf Abruf und diverse Dienstleistungsangebote, welche individuell gebucht werden können. Zudem werden Gemeinschaftsaktivitäten angeboten, wenn man mal nicht für sich allein sein möchte. Das betreute Wohnen gilt als besonders sicher und privat, ohne auf Betreuung verzichten zu müssen. Ein spezielles Hausnotrufsystem sorgt dafür, dass im Notfall sofort Hilfe zur Stelle ist. Viele Einrichtungen bieten einen Mittagstisch an, welcher bei Bedarf genutzt werden kann. Außerdem helfen die Betreuer bei Formalitäten mit Versicherungen und Verwaltungen und begleiten die Bewohner zu Arztbesuchen und zum Einkaufen. Die Einrichtungen haben neben den privaten Apartments Gemeinschaftsräume, in welchen gemeinsame Aktivitäten stattfinden können, wenn Gesellschaft gewünscht ist. Zu den Serviceleistungen gehören des Weiteren die Reinigung sowie ein Hausmeisterservice. Es werden auch ambulante Pflegeleistungen zugelassen, sofern sie gebraucht werden. Das betreute Wohnen ist in der Regel nicht teurer als das Leben in einem Altenheim.

Prinzipiell bleibt den Bewohnern hier ihre Eigenständigkeit erhalten und sie können auf Unterstützung zählen, wenn sie wirklich Hilfe benötigen.

Andere Alternativen

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten in Deutschland altersgerecht zu wohnen und zu leben. Zu den luxuriösen Varianten zählen Seniorenresidenzen oder Seniorenstifte, die durch ein gehobenes, hotelähnliches Ambiente bestechen und sich dadurch von gängigen Altenheimen abheben. Neben einer luxuriösen Ausstattung gehört auch ein gehobenes Leistungsangebot dazu.

Dennoch ist der große Nachteil, dass diese Einrichtungen wesentlich teurer sind und sich das Leben dort nicht einfach finanzieren lässt. Eine weitere beliebte Alternative sind Senioren-WGs, die entweder selbst zusammengestellt werden können oder vermittelt werden. Diese WGs bieten ein hohes Maß an Privatsphäre und Eigenständigkeit, aber auch Geselligkeit und ein Leben mit aktiven Mitbewohnern und die Möglichkeit, ambulante Pflegedienste zu nutzen. Die Alternative in Form einer WG ist günstig und die finanziellen Mittel können mehr für zusätzliche Pflegeleistungen aufgehoben werden. Wenn ältere Menschen mit ihrer Familie zusammenleben möchten und können, ist ein Mehrgenerationshaus ebenfalls eine gute Möglichkeit, altersgerecht zu wohnen. Die Senioren bleiben bei ihren Angehörigen, haben ihren eigenen Bereich und können dennoch das Familienleben genießen.

Eine gute Alternative zum Altenheim: Die 24-Stunden-Pflege im eigenen zu Hause

Eine gute Alternative zum Altenheim: Die 24-Stunden-Pflege im eigenen zu Hause

Vielen Pflegebedürftigen ist mit einer ambulanten oder zeitweisen Pflege und Unterstützung nicht geholfen. Diese Patienten benötigen eine Unterstützung rund um die Uhr.  ermöglicht die Betreuung und Pflege der Patienten Tag und Nacht nach Bedarf. Oftmals leben die Pflegekräfte mit im Haushalt oder wechseln sich so ab, dass immer jemand vor Ort ist. Die Versorgung, Pflege und Betreuung ist dabei sehr umfassend, was für den Patienten als auch für die Angehörigen eine große Entlastung bedeutet. 24-Stunden-Pflegekräfte gibt es in Deutschland unter Vermittlung verschiedenster Stellen. Auch osteuropäische Betreuungskräfte sind immer wieder eine schöne Alternative und preislich günstiger. Dabei handelt es sich in der Regel um junge Frauen, welche speziell für die Intensivpflege eines Patienten ausgebildet wurden. Auch Angehörige, Freunde oder ähnliche nahestehende Menschen im Umfeld des Patienten können als 24-Stunden-Pflegekräfte eintreten. Das Leistungsspektrum ist sehr umfassend und nur auf die Hilfe und Unterstützung des Patienten ausgelegt. Die Vorteile dieser Pflegeart überwiegen gegenüber den Nachteilen erheblich.

Leistungen der 24-Stunden-Pflege

Zu den Leistungen der 24-Stunden-Pflege gehört die Rundumbetreuung und Versorgung der Pflegebedürftigen in deren eigener Wohnung. Durch das Vor-Ort-Sein ist eine wesentlich bessere Versorgung und Hilfestellung möglich. Die Aufgaben einer Pflegekraft für 24 Stunden umfassen den Haushalt, die Begleitung und Beschäftigung mit dem Patienten sowie die Hygiene. Dazu gehören zum Beispiel die Unterstützung beim An- und Ausziehen, beim Waschen und anderen Hygienemaßnahmen, die Einnahme von Medikamenten und Nahrungsaufnahme sowie die Begleitung zu Arztbesuchen, sozialen Aktivitäten oder Behörden. Zudem wird im Haushalt mit angepackt, wobei auch immer der Patient Hilfe benötigt. Zu den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten gehören auch das Kochen und Zubereiten von Nahrung, das Putzen oder das Einkaufen, wobei der Patient je nach Verfassung mit eingebunden werden kann. Ein wichtiger Punkt in der 24-Stunden-Pflege ist die aktivierende Pflege. Das heißt die Unterhaltung, Motivation und Beschäftigung der Pflegebedürftigen. Viele Pflegebedürftige brauchen diese Art von Unterstützung und Begleitung, um weiterhin einen Sinn im Leben zu haben. Mögliche gemeinsame Aktivitäten um die aktivierende Pflege anzukurbeln sind zum Beispiel Gesellschaftsspiele, Singen, Erzählen und gemeinsame Unternehmungen. Nicht zu den Leistungen einer 24-Stunden-Pflege gehören medizinische Angelegenheiten. Spritzen geben, Medikamente einstellen und Blutdruckmessen zählen zu den Aufgaben einer externen examinierten Pflegekraft. Pfleger in der 24-Stunden-Pflege sind lediglich Betreuungskräfte, aber keine examinierten Pfleger.

Vorteile und Nachteile

Der Vorteil einer 24-Stunden-Pflege liegt eigentlich auf der Hand. Mit ihr wird eine intensive Rund-um-die-Uhr-Betreuung gewährleistet und dass in den eigenen vier Wänden. Sowohl der Pflegebedürftige als auch die Angehörigen werden entlastet und unterstützt. Die Betreuung kann individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Somit ist der Anteil von Betreuung und Pflege wesentlich größer als bei der Grundpflege, wie es beispielsweise in Altenheimen der Fall ist. Die 24-Stunden-Pflege ist eine sehr schöne Alternative zu anderen altersgerechten Wohn- und Pflegeformen. Eine Pflegekraft, die rund um die Uhr da ist, ist stets abrufbar und immer da, wenn Hilfe gebraucht wird. Zudem sind die Pflegekräfte durch die Konzentration auf nur eine Person nicht zeitgebunden oder im Stress. Sie können einfühlsam und liebevoll auf ihre Patienten eingehen und dabei kompetent arbeiten. Dadurch, dass das gewohnte Umfeld für die Patienten erhalten bleibt, können auch soziale Kontakte erhalten und erweitert werden. Die Patienten müssen sich zudem an keinen festen Zeitplan halten, sind autonom und können ihren Tag mit der Pflegekraft individuell gestalten.

Wie funktioniert die Vermittlung?

Die Vermittlung einer 24-Stunden-Pflegekraft kann privat organisiert oder über eine Agentur abgewickelt werden. Dabei ist es wichtig, ob nur eine Pflegekraft eingesetzt werden soll, die gegebenenfalls mit im Haushalt wohnt oder ob mehrerer Kräfte eingesetzt werden, welche sich schichtweise abwechseln. Über die Arbeitsagentur kann man selbst eine passende Pflegekraft einstellen. Viele bevorzugen die Vermittlung über eine Agentur. Es gibt deutsche Vermittlungsagenturen, die osteuropäische, professionelle Betreuungskräfte vermitteln. Der Vorteil einer Betreuungskraft aus Osteuropa liegt darin, dass diese finanzierbar sind. Über eine namhafte Agentur besteht keine Gefahr, dass die Betreuungskraft illegal beschäftigt wird.

Die Preise variieren generell je nach Art und Umfang der Betreuung. Der Grundbetrag liegt bei etwa 1.700 Euro im Monat. Dennoch ist die 24-Stunden-Pflege eine Alternative zur stationären Pflege, welche im Vergleich günstiger ist. Bei bestimmten Pflegestufen sind auch Zuschüsse durch die Pflegekasse möglich. Die Kosten für eine solche Betreuungskraft können von der Steuer abgesetzt werden.

Pflegesituation in Deutschland aktuell morehipthanhippie

Aktuelle Pflegesituation in Deutschland

Das Thema Altwerden ist in jedem Kopf fest verankert. Damit einher geht immer auch eine gewisse Angst, was werden wird, wenn man alt und pflegebedürftig ist. Aufgrund der immer besser werdenden medizinischen Möglichkeiten heutzutage wird die Bevölkerung immer älter. Es ist eine Tatsache, dass mit dem steigenden Alter auch das Pflegerisiko wächst. In der heutigen Zeit sind über zwei Millionen Menschen auf Pflege angewiesen, die Tendenz steigt stetig. Erreicht man heute ein höheres Alter, liegt das Risiko, ein Pflegefall zu werden, bei mehr als 50 Prozent.

Wer gilt als pflegebedürftig?

Auf Pflege angewiesen sind Menschen, die aufgrund einer Erkrankung nicht mehr in der Lage sind sich selbstständig um sich selbst zu kümmern. Die Krankheiten können dabei geistiger, körperlicher oder seelischer Natur sein. Als besonders pflegebedürftig gelten ältere Menschen mit Demenz, da diese den Alltag kaum bis gar nicht mehr allein bewältigen können und dringend auf Hilfe angewiesen sind. In Deutschland gibt es insgesamt vier Pflegestufen, die die Pflegebedürftigkeit klassifizieren. Diese Pflegestufen legt der medizinische Dienst fest. Anhand der Pflegestufe und der jeweiligen Bedürftigkeit werden im Anschluss die Pflegeleistungen erbracht, welche notwendig sind. Als wichtigste Pflegeleistung gilt die Unterstützung und Betreuung von Pflegekräften. In Deutschland gibt es die Pflegestufe 1 (erhebliche Pflegebedürftigkeit), Pflegestufe 2 (Schwerpflegebedürftigkeit), Pflegestufe 3 (Schwerstpflegebedürftigkeit) sowie Pflegestufe 0. Patienten mit Pflegestufe 0 können ihren Alltag in der Regel nicht selbstständig führen, haben aber keinen oder kaum Pflegebedarf. Dazu gehören zum Beispiel Demenzkranke oder psychisch Erkrankte. Im Januar 2013 wurde ein neues Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz erlassen, welches den Anspruch auf Pflegegeld und entsprechende Leistungen auch in der Pflegestufe 0 gewährleistet.

Defizite in der aktuellen Pflegesituation

Es ist kein Geheimnis, dass die momentane Pflegesituation in Deutschland große Lücken aufweist und zum Teil an Qualität verloren hat. In aktuellen Berichten und Tests über die Qualität der Pflege in der heutigen Zeit wurden mehrere Missstände aufgedeckt, mit denen sowohl Pflegepersonal als auch Pflegebedürftige und deren Angehörige zu kämpfen haben. Die Pflegekräfte arbeiten oftmals unter Zeitdruck und die Bedürfnisse der Patienten können nicht oder kaum vollständig abgedeckt werden. Der Medizinische Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) stellt im aktuellen Pflegequalitätsbericht fest, dass nahezu jeder dritte Patient nicht genügend versorgt und gepflegt wird. Festgestellt wurden die Mängel anhand von Meinungen der Patienten, der Betreuten sowie von Untersuchungen des Pflegezustands, der Abläufe sowie der fachlichen Arbeit und des Wissens der Pflegekräfte. In den letzten Jahren wurden dennoch Anstrengungen und Verbesserungen der Qualität von Pflegeeinrichtungen bemerkt, sodass sich die Situation tendenziell verbessern kann.

Personalmangel in der Pflege

Der Beruf des Altenpflegers ist nach wie vor nicht gerade beliebt. Das liegt vor allem an der körperlichen und psychischen Belastung, die der Beruf mit sich bringt. Aber auch schlechte Bezahlung und familienunfreundliche Arbeitszeiten sowie Schichtdienste sind Auslöser für den Personalmangel auf dem Gebiet der Pflege. Der Mangel an Pflegekräften wirkt sich größtenteils auf die Patienten aus, da meistens Zeitmangel an der Tagesordnung ist. Die Patienten erfahren kaum Gespräche oder Angebote für die Freizeitgestaltung, weil niemand vom Personal Zeit hat, sich darum zu kümmern. Während das Pflegepersonal überfordert ist, ist die Psyche der Patienten unterfordert. Es muss dringend eine Lösung für das Problem gefunden werden, eben weil die Bevölkerung immer älter und die Pflege somit immer wichtiger wird.

Wie sieht die Pflegesituation in der Zukunft aus?

Das Thema einer angepassten und ausreichenden Pflege für Bedürftige ist immer aktuell und es wird stetig daran gearbeitet, die Situation zu verbessern. Das ist auch notwendig, da die Zahl der Pflegebedürftigen in den nächsten Jahren statistisch gesehen steigen wird. Bisher sind nur Ansätze von Verbesserungen erkennbar. In der Politik wird das Thema immer wieder diskutiert und es werden Versuche gestartet, der Situation gerecht zu werden, etwa durch spezielle Reformen. Wichtig ist, dass der Beruf des Pflegers wieder attraktiver wird, beispielsweise durch mehr Zeitflexibilität oder ein besseres Gehalt. Im Fokus sollten immer die Pflegebedürftigen und deren Angehörige stehen, aber auch die Situation der Pflegekräfte darf nicht außer Acht gelassen werden.

Was sind Pflegehilfsmittel neu

Was sind Pflegehilfsmittel?

Pflegehilfsmittel stehen denjenigen zur Verfügung, welche Angehörige mit Pflegestufe zu Hause haben und diese pflegen müssen. Es gibt einen gesetzlichen Anspruch auf die Mittel, welche die Pflege der Patienten, aber auch die Arbeit der Pfleger, erleichtern sollen. Voraussetzung ist lediglich, dass der zu Pflegende eine Pflegestufe hat.

Umfang der gängigen Pflegehilfsmittel in Deutschland

Unterschieden wird bei den Pflegehilfsmitteln generell zwischen technischen und zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln. Zu den zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln gehören zum Beispiel Desinfektionsmittel, Pflaster, Binden und Einmalhandschuhe. Alle Mittel, die dazu zählen, findet man in einem Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Pflege- und Krankenkassen.

Dort werden alle Produkte gelistet, welche von den Kassen finanziert werden und zu deren Leistungspflicht gehören. Die Kosten der zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmittel werden von den Kassen finanziell übernommen. Dabei wird zwischen verschiedenen Produktgruppen differenziert. Gleiches gilt für die technischen Hilfsmittel zur Pflege. Auch diese sind gelistet und können von der Kranken- oder Pflegekasse finanziert oder zeitweise ausgeliehen werden. Zu den technischen Hilfsmitteln gehören zum Beispiel Notrufsysteme, Pflegebetten oder Lagerungshilfen. Wer zu Hause einen Patienten pflegt, weiß in der Regel, welche Mittel und Geräte gebraucht werden. Die Refinanzierung und Erstattung der Verbrauchskosten kann eine erhebliche Erleichterung für die zu Pflegenden und die Pfleger sein, zumal die Beantragung und Kostenfinanzierung nicht schwierig ist.

Wie funktioniert die Erstattung und Kostenfinanzierung

Auch bei der Beantragung der Erstattung von Pflegehilfsmitteln wird zwischen den technischen und den zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln unterschieden. Jeder Pflegebedürftige mit einer Pflegestufe hat einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel im Wert von 40 Euro im Monat. Beantragt werden die Mittel bei der Kranken- oder Pflegekasse. Diese prüft und genehmigt den Antrag in der Regel innerhalb eines Monats. Bekommt man einen positiven Bescheid, muss der Antrag nicht noch einmal gestellt werden. Nur in seltenen Ausnahmefällen gelten die Anträge zeitlich begrenzt. Bei den technischen Pflegehilfsmitteln gilt, dass ein Eigenanteil von circa 10 Prozent besteht. Es müssen aber nicht mehr als 25 Euro dazugezahlt werden. Der restliche Betrag wird von den Kassen übernommen. Wenn ein technisches Pflegehilfsmittel leihweise überlassen wird, entfällt eine Zuzahlung gänzlich. Bei den zum Verbrauch bestimmten Pflegehilfsmitteln verhält es sich anders.

Hierfür ist keine ärztliche Bescheinigung notwendig – die Antragsstellung bei der Kranken- oder Pflegekasse genügt. Wichtig für einen positiven Bescheid ist, dass eine Pflegestufe vorhanden ist, der Pflegebedürftige zu Hause oder in einer WG lebt und dass er nicht ausschließlich von Angehörigen oder Bekannten gepflegt wird.

Woher bekommt man die Pflegehilfsmittel?

Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel gibt es in der Regel in allen gängigen Drogerien, Apotheken und Sanitätshäusern. Mittlerweile bestellen viele Menschen die benötigten Mittel über das Internet. Spezielle Online-Dienstleister bieten sogar monatliche Pakete an, welche alles beinhalten und den monatlichen Preis von 40 Euro nicht übersteigen. Diese Pakete werden vollständig von den Kassen finanziert. Der große Vorteil ist, dass ein ständiger Einkauf entfällt, weil die Pakete automatisch und von allein jeden Monat versendet und nach Hause geliefert werden. Die technischen Hilfsmittel gibt es ebenfalls im Fachhandel. Werden die Geräte leihweise von den Kassen vergeben, kümmern sich diese um die Beschaffung. Man kann sich für alle nötigen Informationen auch an die Sanitätshäuser, die Pflegekasse oder an ambulante Pflegedienste wenden.

Die Nutzung von Pflegehilfsmitteln wird gefördert und zum Teil erstattet, weil sie die Pflege erleichtern sollen – besonders wenn der Pflegeort im eigenen zu Hause ist. Sie lindern Beschwerden und körperliche Probleme. Zudem entlasten sie Patienten und Pfleger gleichermaßen. Daher sollte man auf die Förderung dieser Mittel durch die Kranken- und Pflegekassen keinesfalls verzichten.